Zugehörigkeit als politisches Prinzip: Ein neues Narrativ für den linken Diskurs über Migration

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Die Linke hat in der Migrationsdebatte kein eigenes Narrativ mehr und reagiert auf die Rechte, statt eigene Positionen zu formulieren. Dieses Vakuum wird gefährlich, denn Klimawandel und globale Ungleichheit werden den Migrationsdruck in den kommenden Jahrzehnten weiter verschärfen. Der vorliegende Grundlagentext schlägt deshalb einen Neustart vor: weg von einer „Migrationspolitik“, die vom Bewegungsakt aus denkt, hin zu einer „Zugehörigkeitspolitik“, die das Zusammenleben aller in den Blick nimmt.

Im Zentrum steht ein bewusst utopisches Leitbild: Nicht die Herkunft, sondern der Wohnort soll über Rechte und Teilhabe entscheiden. Der Text zeigt, wie eng dieses Leitbild mit globaler Gerechtigkeit verknüpft ist, und wie eine neue Sprache helfen kann, alte Denkmuster zu überwinden. Darauf aufbauend werden konkrete Ansatzpunkte für Politik auf allen drei Staatsebenen sowie inspirierende Beispiele aus der Zivilgesellschaft vorgestellt.

Der Text versteht sich als Einladung an die Linke, sich wieder zu trauen, eigene Positionen zu entwickeln, auch wenn sie heute utopisch klingen mögen.